Diginexus · Logbuch · ananda lab

2026-08-29 · lab · prototyp

Ein HUD fürs Standortnetz

Systemzustände direkt ins Sichtfeld: ein Nachmittag, eine Smart-Glasses-Brille, ein Prototyp. Und die offene Frage, wofür er eigentlich gut ist.

Smart-Glasses-Brille auf einem Werktisch im Lab

Ein Nachmittag, eine Brille

Mehr war es nicht: eine Smart-Glasses-Brille, ein Nachmittag in der Werkstatt, am Ende ein Prototyp, der Systemzustände direkt ins Sichtfeld bringt. Was sonst in einem Dashboard steht, liegt damit am Rand des Blicks, während man etwas anderes tut. Kein Projekt, kein Plan, kein Budget. Ein Versuch, aufgeschrieben, weil wir dabei etwas gelernt haben.

Warum überhaupt

Wer ein Standortnetz betreibt, will Zustände sehen, ohne ein Dashboard zu öffnen. Ein Dashboard verlangt einen Anlass: Man setzt sich hin, öffnet es, sucht. Das Sichtfeld ist einfach da. Beim Gehen, zwischen zwei Gesprächen, mit den Händen an etwas anderem. Das war die ganze Motivation. Ob sie trägt, ist eine andere Frage, und genau deshalb steht sie hier als Frage.

Was wir gelernt haben

Im Sichtfeld ist weniger mehr. Der erste Reflex war, Diagramme mitzunehmen: Kurven, Verläufe, Zahlenkolonnen. Der Reflex war falsch. Alles davon stört an diesem Ort mehr, als es hilft. Was funktioniert, sind wenige Zustände, ok oder Warnung, mehr nicht. Wer mehr wissen will, öffnet danach immer noch das Dashboard. Das ist die eine Erkenntnis, die den Nachmittag wert war.

Ehrlicher Status

Bisher ist das ein Spielzeug. Wir schreiben das so deutlich, weil wir es genau so meinen: Der Prototyp liegt im Lab und wartet auf seinen Anwendungsfall. Kandidaten gibt es. Der Betriebsrundgang, bei dem man Standort für Standort abläuft und den Systemzustand nebenbei mitnimmt. Vor-Ort-Termine, bei denen der Blick aufs Netz hilft, ohne dass ein Laptop aufklappt. Aber die Frage „wofür ist er gut" ist offen, und wir beantworten sie nicht mit einer Behauptung. Wenn sich ein Fall findet, der den Prototyp aus dem Lab holt, schreiben wir wieder.